Esslinger Renngemeinschaft schlägt Olympiasieger von Athen

Vom 6. bis 9. September fanden in Duisburg die World Rowing Masters-Regatta statt. Gemeldet hatten über 3.000 Teilnehmer aus 46 Nationen. Die Rennen wurden über die 1.000 Meter- Distanz und in verschiedenen Altersklassen ausgetragen. Für den Ruderverein Esslingen starteten die beiden Aktiven Jochen Heusel und Jens Maschkiwitz. Den Auftakt für die beiden Esslinger Routiniers bildete das Rennen im Doppelzweier der Altersklasse B (Mindestalter 36 Jahre). Durch einen explosiven Start gelang es Maschkiwitz und Heusel, bereits kurz nach dem Start in Führung zu gehen. Als stärkste Konkurrenten entpuppte sich auf der Strecke das dänische Team aus Kopenhagen. In einem harten Kopf an Kopf-Rennen verlangten die Dänen den beiden Esslingern alles ab. Am Ende behielten die beiden Esslinger aber die Oberhand und siegten mit einem hauchdünnen Vorsprung von einer halben Sekunde.


Jens Maschkiwitz (links) und Christian Löffler gewinnen die Goldmedaille im Masters-Doppelzweier der Altersklasse A

Im nächsten Rennen starteten Maschkiwitz und Heusel mit den Ruderkameraden Christian Löffler von der Stuttgarter RG und Michael Bauner aus Dresden starteten im Doppelvierer der Altersklassen A und B (Mindestalter 27 Jahre). Bei dieser Bootsklasse handelt es sich um die Königsdisziplin bei den Skullbooten. Gerade in Deutschland hat diese Bootsklasse einen sehr hohen Stellenwert, und der DRV hatte jüngst bei den olympischen Spielen die Goldmedaille erreicht. So verwundert es auch nicht, wenn viele ehemalige Weltklasseathleten nach Abschluss ihrer internationalen Karriere bei Rennen der Mastersklasse an den Start gehen. Der mit seiner Masters-Crew bis dato ungeschlagene Anatoly Kremanenko von Dynamo Moskau, seines Zeichens Olympiasieger in Athen 2004, stellte sich der deutschen Renngemeinschaft in beiden Rennen. Bedingt durch die Außenbahn hatte die deutsche Mannschaft im Rennen der Altersklasse B noch das Nachsehen. Ein verdeckter Spurt bei 500 Metern brachte den Russen den entscheidenden Vorsprung, um dieses Rennen für sich zu entscheiden und die Esslinger und ihre Partner auf Platz 2 zu verweisen. Am Folgetag kam es in derselben Altersklasse zum erneuten Zusammentreffen, dieses Mal auf unmittelbar nebeneinander liegenden Bahnen. Gewarnt vor der Spurtstärke der Russen, änderte die Esslinger Renngemeinschaft die Taktik und fuhr vom Start weg ein aggressives Rennen. Zur Streckenhälfte lag das deutsche Boot eine halbe Bootslänge in Führung und zog frühzeitig den Endspurt an. Mit 41 Schlägen pro Minute auf den letzten 200 Metern gelang es, die Russen auf Distanz zu halten und mit 0,3 Sekunden Vorsprung den Sieg zu erringen. Bedingt durch das hohe Tempo der beiden Boote hatten die übrigen 5 Mannschaften mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun.


Der Doppelvierer nach seinem Sieg über das favorisierte russische Boot. Von links: Jens Maschkiwitz, Jochen Heusel, Christian Löffler, Michael Bauner

Gestärkt durch diesen Erfolg gelang dem Duo Löffler/Maschkiwitz noch ein weiterer Sieg im Doppelzweier der Altersklasse A. Maschkiwitz startete noch mit seinen ehemaligen Ruderbundesliga-Kollegen aus Rheinfelden im Achter der Alterklasse C (Mindestalter 43 Jahre). Nach großem Kampf und hartem Endspurt erreichte das Boot hinter dem Achter von Rotation Berlin einen weiteren 2. Platz. So kehrten die Esslinger mit der fabelhaften Ausbeute von drei Siegen und zwei zweiten Plätzen von der World Masters Regatta wieder an den Neckar zurück, um sich für die Mitte Oktober stattfindenden deutschen Sprintmeisterschaften in Krefeld vorzubereiten.

Bericht : Jens Maschkiwitz