Internationale Juniorenregatta
in
Hamburg-Allermöhe am 02./03. Juni 2012

Die Internationale DRV-Junioren-Regatta im Wasserpark Dove-Elbe, mit jeweils mehr als 2.000 Teilnehmern stellt nicht nur regelmäßig den Höhepunkt der Regatta-Saison in Hamburg dar, sondern ist auch die größte Junioren-Regatta in Deutschland.
In der zeitlichen Reihenfolge nach der Internationalen DRV-Junioren-Regatta in München und der Internationalen Junioren-Regatta in Köln ist sie die Generalprobe schlechthin vor den Deutschen Jugendmeisterschaften. Für B-Junior Magnus Gähr erweist es sich als ein Glücksfall, dass er bei den wichtigsten Juniorenregatten in dieser Saison im Doppelvierer des Mannheimer Regatta-Vereins sitzen darf. Zusammen mit den Mannheimern Til Zeilfelder, Maximilian Matthey, Andre Kinle und Steuerfrau Christine Thomas startete er, nach München und Köln, am 1. / 2. Juni bei der internationalen Juniorenregatta in Hamburg. Probleme gab es auf der Anreise am Zugfahrzeug des Bootshängers, das aufgrund eines technischen Defekts auf der Autobahn stehen blieb und vom ADAC-Pannendienst nur notdürftig soweit repariert werden konnte, dass es gerade noch bis Hamburg durchhielt. Weniger Probleme dann für den Vierer der Renngemeinschaft Mannheim/Esslingen auf der Regattastrecke. Im Vorlauf wurde nahtlos an die gute Leistung in Köln angeknüpft. In einem sehr knappen Finish wurde hinter der Rgm. aus Halle / Magdeburg der zweite Platz erreicht. Wäre kurz vor dem Ziel nicht eine Welle des Schiedsrichterboots über den Vierer hinweggeschwappt, wäre der Lauf sogar locker zu gewinnen gewesen.


Spannendes Finish im Rennen des Doppelvierers m. Stm. auf der Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe.
Die Rgm. aus Mannheim/Esslingen mit Startnummer 2 (ganz rechts) wird am Ende Zweiter.

Im A-Finale zeigte die Mannschaft, dass sie über die 1500 m-Distanz immer den richtigen Rhythmus zu schlagen in der Lage ist und nie überdreht. Mit einer Zeit von 4:51,88 min reichte es hinter der Rgm. aus Berlin / Potsdam, der man bereits in Köln den Vortritt lassen musste, zu einem hervorragenden zweiten Platz. Auch war es die zweitbeste Zeit im Gesamtfeld aller 12 Boote. Angesichts der konstant guten Leistung wird dem Vierer-Team mit Magnus Gähr nun bei den anstehenden Deutschen Juniorenmeisterschaften in Essen durchaus eine Medaille zugetraut.


Der Doppelvierer mit Magnus Gähr auf Platz 3, direkt hinter dem Schlagmann

Was für Magnus Gähr gilt, trifft bei den B-Juniorinnen auch für Janika Kölblin zu: Sie hat das große Glück, zusammen mit Heidelberg und Ulm im Riemenvierer zu fahren. Wer Janika kennt, weiß allerdings, dass sie bis vor kurzem noch ausschließlich als Skullerin ihre Lorbeeren einheimste. Trotzdem wagte man das Experiment, die vier Damen in Hamburg im Riemenboot an den Start zu schicken. Entsprechend groß war die Nervosität bei Hanna Dietrich (Ulm), Teresa Wentges, Teresa Thielker (Heidelberg) und Janika Kölblin. Nach ziemlich wackeliger und unruhiger Anfangsphase kamen die 4 im Vorlauf mit der Zeit zwar immer besser in Fahrt, doch reichte es am Ende in 5:40,31 min leider nur zum letzten Platz. Eine ganz andere Vorstellung zeigten die 4 Mädels dann am zweiten Regattatag. Mit knapp 10 Sekunden Rückstand auf das Siegerboot vom LRV Schleswig-Holstein fuhr die schwäbisch-badische Renngemeinschaft mit Janika als drittes Boot über die Ziellinie. Damit darf auch sie sich berechtigte Hoffnungen machen, in Essen den Sprung aufs Treppchen- welches auch immer - zu schaffen. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass Thomas Ortlieb am 9. Juni bei der 53. internationalen Ratzeburger Regatta um einen Platz im deutschen 4er für die U23-WM kämpft, der 14-jahrige Jonas Kölblin vom 28. Juni bis 1. Juli beim Bundesentscheid in Wolfsburg die RVE-Flagge hochhält und Sandra Luptowitsch zu gleicher Zeit bei der berühmten Henley-Regatta im Frauenachter an den Start geht, so passiert innerhalb kurzer Zeit ungemein viel Aufregendes im Aktivensport des Vereins.

Bericht: Frank Gähr
Bilder: Daniel Rau

zu den Ergebnissen im einzelnen