Trainingslager in Breisach - Osterferien 2011

Wie jedes Jahr fuhren wir Aktiven in den Osterferien nach Breisach im Breisgau ins Trainingslager. Zum ersten Mal waren dieses Mal Jannika und Bianca mit dabei.
Am Morgen des diesjährigen Ostermontags trafen wir uns um 9 Uhr im Ruderverein zum Aufladen der Boote. Danach ging es, mit der freundlichen Unterstützung von Herrn Kölblin, der sich als zusätzlicher Fahrer bereit erklärt hatte, los und um die Mittagszeit erreichten wir unser Ziel: die Jugendherberge in Breisach. Nachdem wir die Zimmer bezogen und unsere Boote angeriggert hatten ging es zum ersten Training aufs Wasser. Unsere Trainer fuhren wie üblich mit dem Motorboot hinter oder mit dem Fahrrad neben uns her und versuchten u.a. unseren Juniorinnen-B-Vierer zu koordinieren…
Nach dem Abendessen beschlossen wir, uns noch ein Eis im schönen Ortskern von Breisach zu genehmigen. An dieser Stelle danken wir Christopher Tucci, der uns großzügig eingeladen hat! Anschließend gingen wir noch ein Stück in der Abendsonne am Wasser entlang, wie wir fanden ein schöner Abschluss des Tages.

     

Der zweite Tag begann schon recht früh, um 7 (!!) Uhr, mit der ersten Einheit des Tages: dem (nicht bei allen beliebten und, wie man munkelte, auch nicht von jedem praktizierten) Joggen und andschließendem Frühstück. Um 10.30 Uhr waren alle auf dem Wasser und kämpften mit dem unerwartet heftigen Wind und dem unruhigen Wasser. Heute tauchten auch Thomas Ortlieb und Jens mit seinen Kindern Nils und Lisa in Breisach auf, auf deren Fahrräder wir wohl alle ein bisschen neidisch waren.
Nach dem Training gab es für alle – geduscht und umgezogen – um 12 Uhr Mittagessen. Danach hatten wir eine längere Mittagspause, da wir erst um halb vier wieder auf dem Wasser sein mussten. Wir in unserem Zimmer lasen (wenn auch nicht die verhasste Schullektüre), hörten Musik oder versuchten uns an kniffligen Kreuzworträtseln. Außerdem nutzten wir die Zeit zum Schlafen.
Bei noch immer unruhigem Wasser machten Conny und Herr Klemm vom Motorboot aus Videoaufnahmen, die abends im „Mehrzweckraum“ der Herberge besprochen wurden. Danach spielte, wer wollte, noch auf dem Sportplatz der Jugendherberge Fußball.
Die Einhaltung der Nachtruhe um 22 Uhr fiel an diesem Abend wohl keinem schwer...

Der Beginn des dritten Tages gestaltete sich sehr ähnlich wie am zweiten Tag, Joggen um 7 Uhr und anschließendes Frühstück (natürlich nicht in Sportklamotten, versteht sich!). Um 9 Uhr traten wir hochmotiviert zur zweiten Einheit des Tages an. Selbstverständlich versuchten alle, die neuen Erkenntnisse und Vorschläge des Vorabends auf dem jetzt endlich ruhigeren Wasser konzentriert umzusetzen ;-)
Zum Mittagessen gab es wider Erwarten kein Fleisch – im Gegensatz zu allen anderen warmen Mahlzeiten der Woche!
Die Mittagspause wurde wieder von vielen dankbar für einen Mittagsschlaf genutzt, um am Nachmittag gegen 15 Uhr zum zweiten Rudertraining wieder einigermaßen fit zu sein. Es wurden jeweils 4 min mit verschiedenen Schlagfrequenzen gerudert, z.B. von 24 schrittweise aufwärts bis 30.
Alle Fußball-Spieler trafen sich nach dem Essen wie am Vortag zur "Vierten Einheit", der Rest beschäftigte sich anderweitig...

Auch der vierte Tag begann mit einer Runde Joggen vor dem Frühstücksbuffet. Am Vormittag des letzten vollen Tages ruderten wir bis hoch zur „Nato-Rampe“. Obwohl es in den Wochen davor kaum geregnet hatte, ging es besser als gedacht und wir kamen bis an unser Ziel. Die Strecke war wunderschön, wir sahen viele Enten und Schwäne, auch Schwanen-Nester und – einige tote Fische. Conny, Herr Klemm und Jens’ Kinder, die tags zuvor Motorboot hatten mitfahren dürfen, fuhren mit dem Fahrrad nebenher. Immer wenn man die Trainer gerade vergessen hatte, tauchte Herrn Klemms weiße Kappe zwischen den Bäumen auf und man wurde ermahnt, in der Auslage aufrecht zu bleiben, in der Rückenlage „hoch ranzuziehen“ und ruhig nach vorne zu rollen.
Die Strecke hin und zurück umfasste etwa 20 km. Kein Wunder also, dass wir die Mittagspause überwiegend schlafend verbrachten. Nach der zweiten Einheit des Tages riggerten wir einige Boote bereits wieder ab und luden sie auf.
Nach dem Abendessen wurde noch ein letztes Mal Fußball gespielt und wir machten uns auf nach "Breisach City" um den letzten Abend mit einem Eis von der Eisdiele (bzw. McDonalds) perfekt zu machen.

    

Die Leute, die in der Eisdiele waren, machten danach noch einen längeren Spaziergang auf die französische Seite. Wir fanden dabei heraus, dass es sich bei dem mysteriösen Wasserdurchlauf an der Schleuse nicht (wie bis dato angenommen) um eine Fischtreppe handelte, sondern um ein kleines Kraftwerk, und warteten extra, bis endlich ein großer Frachter die nächtliche Schleuse passiert hatte...

Am Morgen des fünften und letzten Tages war es uns freigestellt zu joggen. Wegen fehlender Motivation fiel die Runde daher bei einigen etwas kürzer aus als sonst, teilweise fand sie auch gar nicht statt. Direkt nach dem Frühstück zogen wir unsere Betten ab, packten und machten die Zimmer fertig. Trotzdem fiel die letzte Trainingseinheit mit u.a. 5000m auf Zeit nicht viel knapper aus als sonst ;-)
Danach riggerten wir die übrigen Boote ab und es ging mit Appetit ans Mittagessen. Die Rückfahrt gestaltete sich weitgehend unspektakulär, wir kamen gegen 15 Uhr wieder am  Ruderverein an.

Auch wenn unser Bedarf an Fleisch erst mal gedeckt ist und das Training meistens ziemlich anstrengend war, bedanken wir uns bei unseren Trainern, die so ausdauernd versucht haben, unsere Ruderkünste zu verbessern und freuen uns auf nächstes Jahr. Danke auch an die Eltern, die uns nach Breisach gefahren haben.

Bericht von Katharina und Bianca

Mit dabei waren:
Conny Luptowitsch, Klaus Klemm, Sofie Klemm, Jens Maschkiwitz mit Kindern, Kai Luptowitsch, Christopher Tucci, Thomas Ortlieb, Mirjam Schoeckle, Magnus Gähr, Julian Wüsteney, Thomas Gösling, Linda Tucci, Jannika Kölblin, Bianca Krumm und Katharina Mästle-Goer